1924 — 2006 · Eine Geschichte von Mut
Schwester
Imma Mack
Das „Mädi“ von Dachau
Eine junge Frau. Ein Korb voller Blumen. Und die leise Entschlossenheit, Menschen in größter Not nicht allein zu lassen.
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Zivilcourage beginnt im Kleinen
„Ich habe immer gehofft,
dass ich durchkomme.“
Mit etwa 20 Jahren riskierte Josefa Mack ihr Leben, um Häftlingen des Konzentrationslagers Dachau zu helfen.
Ein Leben in fünf Stationen
Aus Mitgefühl
wurde Handeln.
Josefa Mack
Am 10. Februar wird sie in Möckenlohe bei Eichstätt geboren. Mit 16 Jahren tritt sie als Kandidatin bei den Armen Schulschwestern ein.
Der erste Weg nach Dachau
Für das Kinderheim St. Klara soll sie Blumen und Gemüse aus der Gärtnerei des Konzentrationslagers holen. Sie sieht die Not der Häftlinge – und beschließt zu helfen.
Unter dem Namen „Mädi“
Rund 60 Mal macht sie sich von Freising auf den Weg. Unter Blumen verbirgt sie Lebensmittel, Medikamente, Briefe und liturgische Gegenstände.
Die geheime Priesterweihe
Von ihr eingeschmuggelte Dokumente und liturgische Gegenstände ermöglichen die Weihe des schwerkranken Diakons Karl Leisner durch Bischof Gabriel Piguet.
Schwester Maria Imma
Nach dem Krieg tritt sie in den Orden ein und arbeitet als Handarbeitslehrerin. Lange spricht sie kaum über ihre gefährlichen Fahrten.
Unter Blumen verborgen
Ein Korb
voller Hoffnung.
Was nach einem harmlosen Einkauf aussah, war eine lebensgefährliche Hilfsaktion. Die Häftlinge gaben der jungen Frau den Decknamen „Mädi“.
- ✦Lebensmittel
- ✦Medikamente
- ✦Briefe
- ✦Hostien & Messwein
- ✦Heilige Öle
- ✦Dokumente
„Mädi“ihr Deckname unter den Häftlingen
Dezember
Dachau, 1944
Eine Weihe
im Verborgenen
Im Priesterblock des KZ Dachau wird der schwerkranke Diakon Karl Leisner heimlich zum Priester geweiht. Der ebenfalls inhaftierte französische Bischof Gabriel Piguet vollzieht die Weihe.
Josefa Mack bringt die notwendigen Dokumente und liturgischen Gegenstände ins Lager. Ihr Mut trägt dazu bei, die einzige bekannte Priesterweihe in einem nationalsozialistischen Konzentrationslager zu ermöglichen.

Was bleibt
Erinnerung ist
eine Form von Verantwortung.
Schwester Imma Mack wurde für ihren selbstlosen Einsatz vielfach geehrt – unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, dem Bayerischen Verdienstorden und der Aufnahme in die französische Ehrenlegion.
Ihre Erinnerungen hielt sie in dem Buch Warum ich Azaleen liebe fest. Schulen, Wege und Gedenkorte tragen heute ihren Namen.
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