Überlassung der Rezepte mit freundlicher Genehmigung des Verlags

Hölzl Druckerei
Pfarrgasse 1
92648 Vohenstrauß

ISBN 978-3-00-051114-1

 

 1930 in der Haushaltungsschule Vohenstrauß:

Schulschwestern verfassen ein einmaliges Koch- und Haushaltsbuch.


Sr. Bothilde, Hauswirtschaftlehrerin überarbeitete es mehrmals und inzwischen liegt es in der 16. Auflage vor.


Tradition + Innovation, immer schon ein Markenzeichen der Schulschwestern.


– altbewährte Tipps und Rezepte für jeden Geschmack, ob vegetarisch, international, Schonkost, Vollwertkost oder Leckeres zum Abnehmen.

Zum 90. Erfolgsjahr des Vohenstraußer Kochbuchs hier immer ein Rezept der Woche!

Sr. M. Bothilde Heiduk
Sr. M. Bothilde Heiduk

Wer war eigentlich Sr. Bothilde?

M. Bothilde wurde 1935 geboren und lebte mit ihren Eltern und dem Bruder in Breslau. Während des Krieges, die Mutter war berufstätig, waren die beiden Kinder im Heim der Schulschwestern untergebracht. 1945 wurden die Kinder vor den heranrückenden Russen in Begleitung von einigen Schwestern nach Bayern evakuiert. Die Mutter blieb zurück. Sie kamen am Anfang in verschiedenen Schulschwesternfilialen unter, bis einige Mädchen im Kinderheim Ernstkirchen eine neue Heimat fanden. Die Schwestern dort nahmen sich der Flüchtlinge in vorbildlicher Weise an, Kontakt zur Mutter gab es nicht.
Nach dem Besuch der Volksschule besuchte M. Bothilde die Mittelschule in Miltenberg, trat 1949 als Kandidatin in die Frauenfachschule für Handarbeit und Hauswirtschaft in München-Au ein und wurde dort zur Fachlehrerin für Hauswirtschaft ausgebildet. Als Kandidatin wurde sie an die Mittelschule in Amorbach versetzt. Nach dem Noviziat 1958/59 kam sie für drei Jahre an die Mittelschule in Cham und anschließend von 1962 bis 1974 an die Volksschule nach Dachau. Hier war sie auch Seminarleiterin für die angehenden Fachlehrerinnen. Von 1974 bis 1977 wirkte sie an der Berufsfachschule für Hauswirtschaft in Gaimersheim . Hier gab sie für unsere Küchenschwestern in den Ferien Kochkurse. 1977 nach Regen an den Lehrgang für noch nicht berufsreife Mädchen versetzt, war sie Ausbilderin in den Berufsfeldern Hauswirtschaft/Hotel, bildete später im Berufsfeld Hauswirtschaftstechnische Helferin aus und hatte die Leitung des Wohnheims.
Die große Liebe in ihrer Arbeit galt dem Kochen und den Mädchen im Heim. Anfangs der 80ziger Jahre trat die damalige Provinzoberin M. Erharda mit der Bitte an sie heran, das Vohenstraußer Kochbuch zu überarbeiten und zu modernisieren. M. Bothilde gab trotz ihrer vielen Arbeit die Zusage und überarbeitete das Kochbuch. Zur gleichen Zeit nahm das „Regensburger Bistumsblatt“ Kontakt mit der Schwester auf, es sollten im Advent Plätzchenrezepte veröffentlicht werden. Das Echo der Frauen war so groß, dass die Plätzchenrezepte über viele Jahre ein fester Bestandteil der Kirchenzeitung waren. Die Verkaufszahlen des Kochbuches stiegen gewaltig. Zweimal wurde das Vohenstraußer Kochbuch von M. Bothilde noch überarbeitet, dazu holte sie sich auch Rezepte von Mitschwestern, die an Berufsfachschulen arbeiteten. Im Advent war der Frauenbund regelmäßig beim Backen im Marienheim und bei den Brautleutetagen kochte M. Bothilde mit den Brautleuten das Mittagessen. Wenn man sie brauchte, sagte sie nicht nein du gab ihr Können großzügig weiter.
Text: Sr. Gerhildis Bäumer